Asterix und die Pfadfinder - Sommerlager 2019

Asterix und die Pfadfinder

Sommerlager des Pfadfinderstammes Christopherus Mitterfelden und der Pfadfindersiedlung Berchtesgaden

Wir befinden uns im Jahre 2019 nach Christus. Deutschland ist zwar nicht von den Römern besetzt, aber mehr als 40 Pfadfinder aus Mitterfelden und Berchtesgaden haben das kleine gallische Dorf, in dem Asterix und seine Freunde wohnen, nahe Reischach zum Leben erweckt.

Doch fangen wir von vorne an. Für die älteren Pfadfinder begann das Lager bereits am Freitag. Sie machten sich mit Schlauchbooten auf den Weg und folgten von Freilassing aus der Salzach und später dem Inn flussabwärts in Richtung Burghausen. Von dort aus legten sie die restlichen 40 Kilometer bis zum Lagerplatz zu Fuß zurück. Die Jungpfadfindergruppe „Freche Kobolde“ startete am Samstag, vollgepackt mit Zelten und Essen für zweieinhalb Tage, ihre Reise in Garching an der Alz. Ihre erste Nacht verbrachten sie bei befreundeten Pfadfindern in Polling und wanderten dann am Inn entlang über Perach zum Ziel. Am Sonntag machten sich die jüngeren Jungpfadfinder von Marktl am Inn aus auf den Weg nach Hochmühl bei Reischach und trotzten allen Anstrengungen sowie dem schlechten Wetter.

Montag gegen Mittag kamen die Gruppen am Lagerplatz an und begannen mit dem Aufbau der Zelte. Anschließend wurden die Kinder von der Lagerleitung, verkleidet als Majestix und Gutemine, begrüßt und in die Rahmengeschichte des kleinen, von den Römern bedrohten, gallischen Dorfes eingeführt. Danach feierten alle gemeinsam einen Gottesdienst, gehalten von Stammeskurat Wernher Bien, und das Lager wurde eröffnet.

Um die in der Nähe lagernde römische Legion einzuschüchtern, begannen die Pfadfinder am Dienstag mit der Verschönerung ihres Zeltdorfes. Sie errichteten unter anderem ein Lagertor und eine Mülltrennstation. Nachmittags durchliefen die Kinder den ersten Teil ihrer Ausbildung in Form von verschiedenen Workshops, in denen sie Helme bemalten, das Brauen von Zaubertränken, das Bauen von Katapulten, das Bearbeiten von Specksteinen, das Kochen über dem Feuer und das Schnitzen von Speeren lernten.

Der Mittwoch drehte sich um die Lieblingsbeschäftigung der Gallier, die sogenannte Fischschlacht. In zwei Teams aufgeteilt mussten die Pfadfinder, angelehnt an das Spiel „Capture the Flag“, mit List und Schnelligkeit den Fisch des anderen Teams aus deren Lager entwenden und sicher in das eigene bringen.

Da nic­­­ht Jeder alle Workshops am Dienstag besuchen konnte, gingen diese am Donnerstagvormittag in die zweite Runde. Am Nachmittag hatten die Gruppen dann einmal Zeit für sich. Die Kleineren bauten am direkt am Zeltplatz angrenzenden See eine Wasserrutsche, die etwas Größeren ließen es sich mit Quarkmasken und Kaffeepeeling gut gehen. Andere wanderten zum Inn oder widmeten sich Team bildenden Maßnahmen.

Am Freitag konnten die Kinder das Technik Abzeichen im Rahmen einer Lagerolympiade erwerben. Hierfür mussten sie verschiedenste Fähigkeiten und ihr Wissen Rund um die Pfadfinder und die Natur unter Beweis stellen. Einige Eltern kamen am Nachmittag zu Besuch, um das Lager zu bestaunen und die Jüngsten wurden abgeholt.

Nach dem Abbau der Zelte traten auch die restlichen Pfadfinder am Samstag ihren Rückweg nach Mitterfelden an. Cäsar und die Römer hatten sie erfolgreich abgewehrt, doch auch im nächsten Jahr wartet wieder ein neues Abenteuer auf sie.

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Bericht: Sara Fesl
Bilder: Sebastian Gadenz, Johann Feil, Georg Eder, Ricarda Elsholz
26.07-03.08.2019