JAF 2018 - Jugendkulturpreis

Beispielhaftes soziales Engagement junger Menschen

 

Rotarier verleihen den Pfadfindern Mitterfelden den Jugendkultur-Förderpreis 2018

 

Mitterfelden. Seit dem Jahr 2000 verleiht der Rotary-Club Freilassing-Laufen in unregelmäßigen Abständen an Vereine, Personengruppen oder auch Einzelpersonen für außergewöhnliche Leistungen oder für besonderes Engagement im kulturellen und sozialen Bereich einen mit 1500,- € dotierten Preis. Weil dabei Jugendliche als Empfänger im Vordergrund stehen, trägt er den Namen Jugendkultur-Förderpreis. In diesem Jahr wurde er dem Pfadfinderstamm Christopherus Mitterfelden im Rahmen seiner Jahresabschlussveranstaltung zuerkannt.

Ernst Brinckmann, der zur Zeit amtierende rotarische Präsident begründete in seiner ausführlichen Laudatio die Vergabeentscheidung und würdigte dabei das über 40jährige vorbildliche Engagement der Mitterfeldener „Pfadis“. Der Rückblick auf das breite Spektrum der bisherigen Preisträger verdeutlicht, welche Leistungen und gesellschaftlich relevanten Bemühungen und Aktionen durch die Preisübergabe gewürdigt wurden und auch in Zukunft honoriert werden sollen. „Beispielhaftes und nicht alltägliches Engagement von oder auch für Jugendliche und junge Erwachsene soll Beachtung finden und in der Öffentlichkeit präsent werden“, so Brinckmann zu Beginn seiner Ausführungen. Grundgedanke sei, dass derjenige, der sich mit Hingabe einer Aufgabe widme, in zweifacher Hinsicht profitiere, nicht nur der Andere, sondern auch der Handelnde selbst.

Der Jugend von heute werde ja immer wieder vorgehalten, nur an sich selbst zu denken und den leichten Erfolg ohne persönliches Engagement und ohne den notwendigen Einsatz zu suchen, ein Vorwurf an die Jugend, der mit Rückschau in die Vergangenheit nicht gerade neu und nur auf das 21. Jahrhundert beschränkt sei.Weder früher noch heute seien die Jugendlichen ein einig Volk von „Ichlingen“. Auch heute gebe es viele junge Menschen, die sich für Andere einsetzen würden. Die Pfadfinder aus Mitterfelden seien dafür ein besonderes Beispiel. „Dass wir Rotarier uns euch für die  Preisverleihung ausgesucht haben, ist kein Zufall, so Brinckmann weiter. Pfadfinder und Rotarier hätten vieles gemeinsam. So sei Rotary 1905 in den USA von dem Anwalt und Geschäftsmann Paul Harris, die Pfadfinderbewegung nicht viel später 1907 vom englischen Offizier Robert Baden-Powell gegründet worden. Vor allem aber gebe es weitgehend Überseinstimmung  in der Verfolgung gleicher Ziele und Grundsätze,vor allem im Bemühen, auf der Grundlage von Freundschaft und Gemeinschaft Dienst am Nächsten zu leisten. Weltweit könnten die Pfadfinder auf 31 Millionen Mitglieder zählen, die Rotarier dagegen nur auf 1,3 Millionen. Es könnte durchaus sein, dass die Pfadfinder aufgrund der präziseren Formulierung ihrer Ziele mit größerem Zuspruch rechnen könnten.

 

„Was uns Rotarier an euch Mitterfeldenern vom Stamm Christopherus besonders beeindruckt, ist eure gelebte und gepflegte Gemeinschaft und euer bereits über 4 Jahrzehnte andauerndes Engagement für unser Gemeinwesen“, wandte sich Brinckmann direkt an die Jugendlichen. „ Ihr bietet Kindern und Jugendlichen außerhalb von Elternhaus und Schule die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben und zu leben sowie den Anstoß dafür, sich aktiv füreinander und vor allem für Andere einzusetzen. Dies ist im 21. Jahrhundert und damit im Zeitalter der sozialen Massenmedien als Platz für unmittelbaren menschlichen Austausch so wichtig wie noch nie in der Vergangenheit.“ Anschließend verwies Brinckmann auf die beeindruckende Zahl der Aktivitäten: 72 Stunden gemeinnützige Arbeit unter dem Begriff „Zeit für Helden“, Organisation öffentlicher Veranstaltungen wie Herbstfest, Kinderfasching und Christkindlmarkt, kulturelle Kontakte durch Reisen oder internationale Zeltlager, das Zusammentreffen mit Pfadfindern aus aller Welt zur Anbahnung von Verständnis und Toleranz für fremde Länder und Kulturen und damit zum Abbau aktuell wieder verstärkt aufkommender negativer nationalistischer Tendenzen. Besonderes Lob und besondere Anerkennung zollte der Präsident den Pfadfindern für ihren Einsatz für die Umwelt: „Eure Aktion Ramada ist hier beispielgebend und wir Rotarier wollen uns bemühen, eurem Vorbild zu folgen“.

 

Wie wichtig die Pfadfinder für die Gemeinde Ainring sind, kam auch im Grußwort von Bürgermeister Hans Eschlberger zum Ausdruck: „ Jeder Bürgermeister kann stolz sein, seit 41 Jahren so eine Vereinigung in der Gemeinde zu haben.“  Abschließend konnten die Vorstände der Pfadfinder Sara Fesl und Sebastian Gadenz den Preisscheck in Höhe von 1.500 € entgegennehmen. Anstatt einer Papierurkunde wurde der Preis durch eine von Bildhauer Friedrich Koller speziell für den Jugenkulturpreis geschaffene in Silber gegossene Medaille ergänzt, die symbolhaft das im Preis gewürdigte Zu- und Miteinander im mitmenschlichen Bereich darstellt und verstärkt.

 

  • 2018-11-10--19-43-29

Bericht: Siegfried Lang
Bilder: Siegfried Lang
10.11.2018

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