"Rama dama" Aktion 2018

 „Rama Dama!“ Unter diesem Motto starten die Pfadfinder vom Stamm Christopherus Mitterfelden verschiedene Projekte, die zu einem schöneren Gemeindebild beitragen.

Ainring - Anfänglich wurde die Aktion „Rama Dama“ als Müllsammelmaßnahme ins Leben gerufen. Seither entwickelten sich daraus auch immer neue Ideen für sinnvolle gemeinnützige Tätigkeiten, wie beispielsweise das Befreien des Mühlstätter Grabens von angeschwemmtem Holz zur Hochwasserprävention in Ainring.

Dieses Mal nutzten die Pfadfinder den Tag, um - mit Schaufeln und Gartenhandschuhen bewaffnet - die Begrenzung des Radweges nach Thundorf mit bienenfreundlichen Blumen zu bepflanzen. Hierfür wurden Lavendelpflanzen ausgewählt, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben. Diese verschönern mit ihren bunten Farben nicht nur das Landschaftsbild, sondern erfüllen auch einen praktischen Zweck: Sie sollen den Tieren die Nahrungssuche erleichtern und so dem aktuell sehr brisanten Insektensterben entgegenwirken.  

„Wir sind stolz darauf, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt leisten zu können. Ohne unsere heimischen Bienen würde es die Natur so wie wir sie kennen und schätzen innerhalb kürzester Zeit nichtmehr geben.“, freut sich Stammesvorstand Sebastian Gadenz.

Parallel zur Bepflanzung des Radweges war eine andere Gruppe fleißige Helfer im Steinbruch unweit des Ainringer Schützenheimes tätig. Früher wurde dort der begehrte Högler Sandstein abgebaut, aus dem unter anderem Türeinfassungen, Fenstergewände und Schleifsteine gefertigt wurden. Heute erinnern Informationstafeln am Wegesrand an diesen historischen Ort, aus dem das Grundmaterial für viele handwerkliche Arbeiten gewonnen wurde.

Über die Jahre hinweg wurde der Hang jedoch immer mehr von den umliegenden Pflanzen überwuchert. Um den Blick für Besucher wieder frei zu machen, arbeitete die Pfadfindergruppe gemeinsam mit Spaten und anderen Werkzeugen daran, den Steinbruch von Unkraut und Lehmschicht zu befreien. An den steileren Stellen sicherten sie sich dabei mit einem Kletterseil ab.

Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen: Der geschichtsträchtige Steinbruch kommt nun wieder vollständig zur Geltung und ist allemal einen Besuch wert.

https://www.br.de/mediathek/video/ein-ganz-besonderer-stein-der-hoegl-im-berchtesgadener-land-av:585dc9723e2f290012a9ea61

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Bericht: Sara Fesl
Bilder: Sebastian Gadenz, Ricarda Elsholz
14.04.2018