Winterlager 2018

Beim Aufbau am Freitag war es uns mehr oder weniger kalt - also eher weniger, denn einige rannten noch im T-Shirt rum und dachten gar nicht daran, sich mehr anzuziehen - aber mit der Dunkelheit kamen auch die Kälte und immer mehr Teilnehmer. Im Zelt wurde ein Feuer angezündet und wir verbrachten einen gemütlichen Lagerabend mit Gitarrenmusik und gefühlt zwei Prozent Sauerstoff.

Nach dem - für manche zu frühen - Frühstück stand Arbeit auf dem Programm. Mit Motorsägen, Schubkarren und den bloßen Händen wurde die mit Dornen bewaffnete Hecke bezwungen und verheizt.

Was macht man mit lauter Jugendlichen und Erwachsenen an einem Winternachmittag ohne Schnee? Man schickt sie auf eine Schnitzeljagd über den Ulrichshögel und das Ainringer Moos. Orientierungslos stapften sie also los auf der Suche nach dem Schatz. Doch auch diejenigen, die am Lagerplatz geblieben waren um das Material zu hüten, durften an der Wanderung teilhaben. Sie erhielten nämlich alle fünf Minuten einen verzweifelten Anruf, da die Schnitzeljagd wohl einige Probleme mit sich brachte. „Die Nummer 61 gibt es nicht! Wir können die Koordinaten nicht finden! Und überhaupt stehen wir jetzt mitten im Wald und um uns herum nur viele Bäume!“

Nach beschwerlicher Reise endlich wieder am Lagerplatz angekommen stellte sich die gefundene Schatzkiste als mit Steinen und Blättern bestückter Scherzpreis heraus. Der Ärger darüber war jedoch am Abend schnell wieder verflogen und die letzte Nacht wurde erneut bei guten Gesprächen am Lagerfeuer verbracht.

Beim Abbauen am Sonntag packten alle nochmal fleißig mit an und so war auch das Aufräumen nicht ganz so anstrengend, wie erwartet.

 

Hier noch ein Gedicht zum Abend:

Lieder erklingen,

das Feuer raucht,

der Lukas hat gerade den Thomas verkauft.

 

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Bericht: Georg Eder
Bilder: Sebastian Gadenz
12.-14.01.2018