Sommerlager bei Oberwölz (Gerngroß)

Wie lebten die Menschen eigentlich in der Steinzeit? Ist ein solches Leben fernab von jeglicher Zivilisation und ohne technische Geräte für uns heute überhaupt noch denkbar? Das wollten wir Pfadfinder vom Stamm Christopherus Mittelfeldern dieses Jahr im Rahmen unseres Sommerlagers herausfinden. Dazu schlugen wir unsere Zelte mitten in den Bergen über Oberwölz in der Steiermark auf und lebten uns am Sonntag umringt von Bergwald, Pilzen und einer Menge Frischluft in die thematisch passende Natur ein.

Auch von dem Handymasten nebenan ließen wir uns nicht weiter stören und betrachteten ihn einfach als Baum. Nachdem alle ihre Zelte aufgebaut hatten wurden die jungen Höhlenmenschen von der Stammesführung der dort ansässigen Ugahs herzlich begrüßt. Trotz des relativ beschränkten Wortschatzes, der diesen zur Verfügung stand -oder gerade deswegen-, gab es kaum Verständigungsprobleme, als diese uns in ihrer Heimat willkommen hießen.

Der Schock über die neue Kultur (oder auch das Fehlen eben dieser) konnte schnell überwunden werden und am Montagmorgen ging es daran, eingeteilt in Gruppen die wichtigsten Arbeiten zu Beginn zu erledigen. Vom Feuerholz holen über das Bauen eines Unterstandes und einer Treppe, bis hin zur essentiellen Kriegsbemalung war alles geboten.

Bei Team- und Einzelwettkämpfen wurden am Dienstagmorgen die Startpositionen für das Geländespiel festgelegt, um nachmittags auch gleich beginnen zu können. Da es auf Bergen überraschenderweise an ebenen Flächen mangelt, wurde dieses am Hang abgehalten. Ziel war es für zwei talwärts stationierte Mannschaften die Flagge der über ihnen stehenden Verteidiger zu klauen. Wer dies geschafft hatte, wurde der neue Verteidiger und das Spiel ging auf ein Neues los.

Am Mittwochmorgen starteten die Jungpfadfinder „Kobolde“ sowie die Pfadfindergruppe „Pandas“ mit gepacktem Rucksack auf ihr Haik. Während die Wölflinge ihre momentane Ruhe ausnutzten um sich bei Schwammschlachten und ähnlichem zu vergnügen, starteten die Kobolde ihre Runde in der Nähe des Zeltplatzes. Nachdem sie den ganzen Vormittag gewandert waren, erfreuten sie sich nach dem Mittagessen beim Baden in einem nahegelegenen See. Die Pandas hingegen machten sich direkt auf den Weg auf die Rossalm. In gewohnter Pfadfindernatur wurde dies natürlich zu einem ungeplant abenteuerlichen und witzigen Ausflug. Streng nach Karte folgten wir dem eingezeichneten Weg, den es in der Realität gar nicht gab, um rechtzeitig zur Mittagspause am Gipfel zu sein. Da wir alle zu dieser Zeit vollkommen verschwitzt und mit hochroten Köpfen in der Sonne spazierten, kam der erfrischend kühlende Hagel gar nicht so ungelegen. Zur gleichen Zeit hielten sich die Kobolde in einer kleinen Hütte am See mit Singspielen bei Laune um das schlimmste Wetter abzuwarten. Fertig und durchnässt erreichten wir alle einen hiesigen Bauernhof, dessen Heuboden uns hilfsbereit als Schlafplatz angeboten wurde.

Während die Kobolde am nächsten Tag nochmal zum See los starteten um ein letztes Bad zu genießen war den Pandas nur noch ein Ziel in Gedanken: Heimat. So waren alle überglücklich als wir am Lagerplatz ankamen und den restlichen Tag relaxen durften. Abends machten wir wieder Bekanntschaft mit dem Regen – nichts was ein Pfadi nicht gewohnt wäre. Also: Badehose an, Schaufel und Spitzhacke in die Hand, es werden Gräben um die Zelte gezogen. Die warme Dusche danach kam uns dann doch ganz gelegen. Der Regen hörte dann aber doch relativ früh wieder auf, sodass der Lagerabend am Feuer trotz leichter Verspätung trotzdem stattfinden konnte.

Freitags war die Lagerolympiade angesagt. Bei dieser darf jeder sein Wissen und können als Pfadfinder in allen Bereichen beweisen. Vom Zeltaufbau über Erste Hilfe bis hin zur Navigation mit Karte und Kompass war alles vertreten. So verging der Tag dann auch recht schnell und alle fanden sich für Andacht und essen im Haus zusammen. Während wir nichtsahnend unser Essen genossen, wurde im Tal der Katastrophenalarm ausgerufen. Überschwemmungen und Muren machten den Einsatzkräften dort das Leben schwer, während wir ab und zu nach unseren Gräben schauten und das Prasseln des Regens genossen.

Wie könnte man so ein abenteuerliches Lager besser abschließen, als mit einer ebenso abenteuerlichen Heimfahrt? Nachdem alle Zelte gepackt waren aßen wir noch die Reste der letzten Tage zu Mittag. Da uns der Reisebus über die vermurten Straßen nicht erreichen konnte, begann die Fahrt ins Tal mit Autobussen. Dank der freundlichen Hilfe der Feuerwehr war dies aber fix getan und wir begaben uns auf die Heimfahrt. Nach kurzem Steckenbleiben des Busses in einer zu engen Umleitung waren wir dann auch relativ schnell zuhause. Mit kräftiger Hilfe der Eltern wurde noch schnell aufgeräumt und schon ist‘s vorbei so ein Lager. In diesem Sinne: Bis zum nächsten mal. Wir freuen uns drauf!


  • 2017-07-30--17-00-37-001
  • 2017-07-31--09-11-33
  • 2017-07-31--09-38-13
  • 2017-07-31--09-38-46
  • 2017-07-31--10-46-14-001
  • 2017-07-31--16-51-39
  • 2017-07-31--19-48-43
  • 2017-07-31--19-49-12
  • 2017-07-31--19-56-19
  • 2017-07-31--20-27-04-001
  • 2017-07-31--20-41-52-001
  • 2017-08-01--08-55-00
  • 2017-08-01--09-08-26
  • 2017-08-01--09-56-42
  • 2017-08-01--09-57-19
  • 2017-08-01--10-00-10
  • 2017-08-01--10-13-38
  • 2017-08-01--10-14-43
  • 2017-08-01--10-21-43
  • 2017-08-01--10-24-33
  • 2017-08-01--15-52-36
  • 2017-08-01--16-10-26
  • 2017-08-01--19-39-05
  • 2017-08-01--19-45-48
  • 2017-08-01--20-03-38
  • 2017-08-02--08-25-31
  • 2017-08-02--08-30-51
  • 2017-08-02--09-10-20
  • 2017-08-02--09-52-22
  • 2017-08-02--10-19-21
  • 2017-08-02--10-54-50
  • 2017-08-02--13-33-29
  • 2017-08-02--13-34-24
  • 2017-08-02--13-42-18
  • 2017-08-02--14-13-19-001
  • 2017-08-02--14-22-58
  • 2017-08-02--14-55-10
  • 2017-08-02--16-30-48-001
  • 2017-08-02--20-31-58
  • 2017-08-02--20-32-09
  • 2017-08-05--13-01-28-001
  • DSC_0152 FILEminimizer
  • DSC_0174 FILEminimizer
  • DSC_0180 FILEminimizer
  • DSC_0214 FILEminimizer
  • DSC_0230 FILEminimizer
  • DSC_0413 FILEminimizer
  • DSC_0960 FILEminimizer

Bericht: Markus Gadenz
Bilder: Sebastian Gadenz, Georg Eder, Ricarda Elsholz
30.07.-05.08.2017

Termine

Mi Dez 13, 2017 @20:30 - Elternabend zum Sommerlager
So Dez 24, 2017 @13:30 - Heiliges Licht
Fr Dez 29, 2017 @16:00 - KoLaLeiT
Mi Jan 03, 2018 @07:30 - Sternsingeraktion
Sa Jan 06, 2018 @09:45 - Sternsingereinholung
Fr Jan 12, 2018 Winterlager
Sa Jan 13, 2018 Winterlager